© DAV HL Ralf Cremer

Klettern in der "Toskana" Pfalz - September 2026

Ein Kletterbericht von Götz und Ralf.

12.10.2026

Die Pfalz, ein Klettergebiet, das stark an die Toskana erinnert. 

 

Götz und ich sind vom 20.-27. September zum Klettern in die Pfalz, genauer nach Hauenstein gefahren.

Was bedeutet eigentlich die Überschrift?

Ganz einfach, ein Einheimischer oder besser unser Herbergsvater verglich die Pfalz mit der Toskana. Und, da ist etwas dran, trocken, Wein, Kastanien, Gebirge, Wälder, viele Eidechsen, u.v.m. Das Klettern in der Pfalz haben wir bereits in den 3 Jahren zuvor kennen und lieben gelernt. Es gibt sehr anspruchsvolle Felsen, die deutlich höher sind als der Ith und es dürfen Keile und „Friends“ eingesetzt werden, anders als die Knotenschlingen im Elbsandstein. Also ein super Kletterrevier.

An den 6 Klettertagen, bei bestem Wetter hatten wir viele Highlights:

Am „Hundsfels“ den „Byzantiner Weg“ mit einem spanenden 20 m Querband, liegend zu bewältigen.

An den Felsen „Dürrensteine“ mit Maria und Friederich ist der „Landauer Weg“ mit der Überschreitung ein Tagesprojekt, da uns zuerst „Maria“ mit dem Gipfel beglückte und nach dem Abseilen und Überschreiten das Ganze in der Besteigung des Friederichs gipfelte.

Witer ging es dann für uns mit vielen anderen tollen Touren, unter anderem:

Die „Alte Route“ an der „Nonne“ ist eine außergewöhnliche Tour mit einem luftigen Einstieg über einem ca. 30 m tiefen Abgrund, einem Kamin, einer Verschneidung, einer Platte und etwas Kantenkletterei bis zum Gipfel.

Dann haben wir die „Hochstein Nadel“ mit dem „Normalweg“ gemacht, m. E. unterbewertet. Besonders erwähnenswert sind die komplexe Wegfindung und die Gipfelscharte bzw. der -kamin. Dieser wird in gut 40 m Höhe durch Ausspreizen mit guter Kamintechnik geklettert.

Außerdem waren wir am „Büttelfels“. Dieser bietet mit der „Kleine Südwand“ eine Route, mit einem kniffligen Einstieg gefolgt von einer super Wandkletterei mit einer spannenden Verschneidung.

Der „Münzfels“ mit dem „Has-Normalweg“, der durch einen Riss mit einem leichten Überhang geht und dann in ein Treppenhaus (!) führt. Das Treppenhaus ohne Stufen wird per „Piazen“ geklettert und ein kurzer Kamin führt zum Gipfel.

 

Der Tage wurden jeweils abgerundet durch ein sehr leckeres Essen, wie z.B. Saumagen, Jägerschnitzel, Leberknödel, u.v.m., halt Pfälzer Küche.

 

Viele Grüße Götz und Ralf